3. Osteotomie Kurs Berlin
Berlin, 07. und 08. Januar 2016

Liebe Kollegen,

ich möchte Sie herzlich zum dritten „Berliner Osteotomiekurs“ einladen. Der Kurs ist mittlerweile fester Bestandteil des Kurs-Kurrikulums der Deutschen Kniegesellschaft (DKG). Diese Gesellschaft will die Forschung, Fort- und Weiterbildung von Ärzten, Therapeuten und Wissenschaftlern bei Verletzungen und Erkrankungen des Kniegelenkes fördern. Sie soll Unfallchirurgen, Endoprothetiker, Sporttraumatologen, Sportmediziner und Wissenschaftler vereinen. Auch die Beinachskorrekturen haben einen festen Stellenwert in der Kniechirurgie. Die Bedeutung der Beinachse für die Entwicklung unikompartimenteller degenerativer Knorpelschäden ist lange bekannt. Die größte klinische Bedeutung haben Achsabweichungen in der Frontalebene (Varus-Valgus-Deformität). Aber auch Torsions- und „Slope“- Fehler der unteren Extremitäten können zu Beschwerden führen: Instabilitäten, Bewegungseinschränkungen, femoropatellare Instabilität und vorderer Knieschmerz. Daher können nicht nur unikompartimentelle Gonarthrosen bei Genu varum oder valgum eine Indikation zur Beinachskorrektur darstellen. Auch „Slope“-bedingte Instabilitäten und Bewegungseinschränkungen oder symptomatische Torsionsfehlstellungen können eine gute Indikation zur Durchführung einer Korrekturosteotomie darstellen. Durch die Verwendung winkelstabiler Plattenfixateure hat die kniegelenknahe Osteotomie in den letzten Jahren eine wahre Renaissance erlebt und hat mittlerweile einen festen Stellenwert in der Behandlung der unikompartimentellen Osteoarthrose aber auch bei anderen Knieproblemen. Durch die Verwendung winkelstabiler interner Plattenfixateure wurde sogar bei öffnenden Osteotomien eine frühfunktionelle Nachbehandlung möglich. Viele Studien berichten über ermutigende Frühergebnisse. So sind kniegelenknahe Umstellungsosteotomien gerade für den aktiven Patienten eine gute Alternative zum unikompartimentellen Gelenkersatz, da die Lockerungs- und Revisionsraten nach Kniegelenkersatz in dieser Patientengruppe hoch sind. Achskorrekturen an der unteren Extremität erfordern jedoch eine sorgfältige Indikationsstellung, Planung und Durchführung. Ziel dieses DKG-Kurses ist es, diese Eingriffe von der Analyse der Beinachsverhältnisse über den Zugang bis zur Osteotomie und zur Osteosynthese durch erfahrene Referenten und Instruktoren darzustellen. Dieser Kurs bietet Ihnen:
  • Praxisorientierte Vorträge
  • Tipps und Tricks
  • Hinweise zu Fehlern und Gefahren
  • Praktische Übungen zur zeichnerischen Deformitätenanalyse
  • Praktische Übungen am Sawbone
  • Video-Demonstration von OP-Techniken
  • Kurshandout

Zu diesem Zweck haben wir zahlreiche ausgewiesene Experten eingeladen, die vielfach Gründungsmitglieder der DKG sind.
Ich freue mich, Sie in Berlin am 7. und 8.1.2016 begrüßen zu dürfen

Wolf Petersen